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Schwacke Newcomer Januar 2021 – Neue Modelle im Forecast

Andreas Geilenbrügge | 21 Jan 2021

Über den Autor

Andreas Geilenbrügge

Head of Valuations & Insights

Seit November 2013 ist Andreas Geilenbrügge bei Schwacke. Zunächst als Key Account Manager für Hersteller und Importeure, seit 2016 verantwortlich für Insights und ab Mitte 2018 gesamtverantwortlich für den Bereich Restwerte & Insights. Vor Schwacke liegen 9 Jahre Erfahrung im Flottenvertrieb von Importeuren und ein abgeschlossenes Betriebswirtschaftsstudium.

Cadillac XT4-2 fährt auf einer Straße in der Stadt

Kompakte Hingucker – Fernost und -west

Im Januar haben wir wieder Restwertprognosen für interessante Fahrzeugneuerscheinungen in unsere Datenbank aufgenommen:

  • Cadillac XT4
  • Hyundai Tucson

Cadillac XT4 – Junior Manager

Mit dem Namen Cadillac verbinden die meisten Deutschen entweder Staatskarossen oder übergroße SUV wie den Escalade. Mit dem XT4 kommt in Europa ein dahingehend höchst ungewöhnlicher Amerikaner auf den Markt. Zum einen ist er für Cadillac-Verhältnisse klein. Bei einem Radstand von fast 2,80m und einer Länge von ca. 4,60m liegt er ungefähr zwischen einem Audi Q3 und Q5. Wer dazu noch bei der Bezeichnung 350D oder 350T auf einen Sechszylinder jenseits der Dreiliter-Marke hofft, wird ebenfalls enttäuscht.  Ausschließlich „unamerikanische“ Vierzylinder mit 174 bzw. beim Benziner 230PS treiben das in Kansas City gebauten GM-Modell an. Optisch ist er allerdings im immer stärkerer besetzten SUV-Markt ein Hingucker für Fahrer, die aus der Masse herausstechen möchten. Auch preislich wird der Caddy zur Alternative. Das Topmodell endet preislich dort, wo manch Wettbewerber erst anfängt und vollausgestattet ist er immer noch erschwinglich. Dennoch wurden im vergangenen Jahr gerade mal 36 XT4 zugelassen. Angesichts der Tatsache, dass dieses Modell in 2020 neben 6 Escalades das einzige Modell war, dass es in die Zulassungsstellen schaffte, sicher für den Handel ein herber Schlag. Das größte Manko dürften Motor und Interieur sein. Beim Antrieb fehlen zeitgemäße Leistungs- und Verbrauchsdaten. Ohne Mildhybrid-Unterstützung oder alternative Antriebsform stehen die Zweiliter-Turbomotoren weder für Ökologie noch für Ökonomie. Zudem tun sich die beiden Verbrenner buchstäblich schwer mit dem XT4. Die Innenausstattung ist üppig und technisch ausreichend, wirkt aber für ein brandneues Modell nicht auf dem allerneusten Stand der Zeit. Wenn man sich beispielsweise die Kombination aus analogem und digitalem Instrumentenblock oder das relativ kleine 8 Zoll Touchdisplay anschaut, wähnt man sich eher in einem Segment darunter. Dennoch lohnt sich die Anfrage bei einem der 14 deutschen Cadillac-Händler, wenn man gerne in einem Fahrzeug abseits des Mainstreams zu einem erschwinglichen Preis sitzt und über kleine Materialschwächen hinwegsehen kann. Dafür bekommt man viel Auto und manch attraktives Feature, wie die optionale Innenspiegelkamera.

 

Hyundai Tucson auf einer naßen Fahrbahn inmitten einer Stadt

Hyundai Tucson – Captain Future

Der Tucson – gesprochen ohne das „c“ mit verlängertem „u“ und scharfem „s“ – war von 2016 bis 2019 der meistzugelassene Hyundai in Deutschland. Entsprechend viel Aufmerksamkeit widmeten die Entwickler dem Nachfolger des gar nicht mal so alt aussehenden, erfolgreichen Vorgängers. Auf den ersten Blick überrascht die futuristische Optik. Bisher war der Koreaner ein moderner asiatischer Vertreter der SUV-Zunft, zeigt aber in der vierten Generation schon fast Concept Car Allüren. Am stärksten fällt die Frontpartie ins Auge, die mit dem Grill Design-Maßstäbe setzt. Zumindest in der aktuellen Hyundai-Modellpalette fällt er damit ein wenig aus dem Rahmen und lässt selbst neue Geschwister wie den kürzlich eingeführten i30 alt aussehen. Womöglich werden die ersten Exemplare auf den Straßen sogar eher für einen Toyota oder Lexus gehalten. Innen setzt sich die Modernität fort, bleibt aber eher gediegen als überzeichnet. Große Digitaldisplays und wertige Materialien werden auch in drei Jahren als Gebrauchter noch Kunden frisch erscheinen. Die Preise bewegen sich im Mittelfeld und werden zusätzlich zu gut ausgestatteten Ausstattungslinien durch eine überschaubare Aufpreisliste ergänzt. Die Optionen und Pakete passen – mittlerweile Hyundai-typisch – auf eine Preislistenseite. Mit der Trendausstattung werden vermutlich die meisten Neu- wie Gebrauchtkunden versorgt werden und machen damit einen guten Fang. Zu kritisieren gibt es wenig, wenn man von der vielleicht für Manchen gewöhnungsbedürftigen Optik absieht. Einzig die Verbrauchswerte der Motoren liegen etwas über dem Durchschnitt, was bei hiesigen moderaten Kfz-Steuern und Treibstoffen aber weniger ins Gewicht fallen dürfte. 5 Jahre Garantie sind da bei einem Dreijährigen vermutlich das stärkere Argument.

Newcomer Januar 2021

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