Markt

Schwacke erwartet Restwertverluste durch Innovationsprämie und Mehrwertsteuersenkung

Andreas Geilenbrügge | 15 Jul 2020

Über den Autor

Andreas Geilenbrügge

Regional Head of Valuations Germany, Nordics & UK

Seit November 2013 ist Andreas Geilenbrügge bei Schwacke. Zunächst als Key Account Manager für Hersteller und Importeure, seit 2016 verantwortlich für Insights und ab Mitte 2018 gesamtverantwortlich für den Bereich Restwerte & Insights. Vor Schwacke liegen 9 Jahre Erfahrung im Flottenvertrieb von Importeuren und ein abgeschlossenes Betriebswirtschaftsstudium. Des Weiteren schreibt Andreas Geilenbrügge für Autovista24.

Geschäftsmann hat Kopfschmerzen, während er auf dem Handy in einem Auto-Showroom spricht

Im aktuellen Marktausblick der europäischen Märkte unseres monatlichen Covid-19 Whitepapers bestätigt Deutschland die Erwartung einer relativ zügigeren Erholung der Wirtschaft und Binnennachfrage. Die Restwertprognosen wurden jedoch gesenkt.

Noch im Juni-Update des Whitepapers ging Schwacke von einer Senkung der Restwerte gegenüber dem Vor-Covid-19 Niveau von -2.2% in 2020 aus. Die Marktredaktion erwartete eine leichte Erholung der Restwerte in 2021 auf -1.7% verglichen zu Anfang März 2020. Durch die massive Erhöhung der staatlichen Kaufprämien für elektrische Fahrzeuge und die Mehrwertsteuersenkung musste diese Prognose im Schnitt nachunten korrigiert werden.

Schwacke geht aktuell von einer Senkung des Restwertniveaus von 2.5% in 2020 und 2.1% in 2021, jeweils im Vergleich zu Anfang März 2020, aus. Andreas Geilenbrügge, Leiter Valuations & Insights bei Schwacke macht dafür das Konjunkturpaket verantwortlich: „Das von der Regierung finanzierte Konjunkturpaket für die Autoindustrie wird sich negativ auf die Entwicklung des Restwertes auswirken. Verdoppelte Anreize für BEVs/PHEVs und die 3%-ige Mehrwertsteuersenkung wird das Kaufpreisniveau insbesondere der elektrifizierten Gebrauchtwagen drücken.“ Verbrenner werden ebenfalls betroffen sein, wenn auch weniger, da die OEMs bereits begonnen hatten, mit Rabatten vor der Mehrwertsteuersenkung die Kunden anzusprechen.

Dennoch gehört Deutschland mit dieser Prognose zu den Ländern, die eine relativ geringe negative Auswirkung der Wirtschaftskrise auf die Restwerte erwarten. Während der Finanzkrise gingen die Restwerte in Deutschland über einen Zeitraum von 18 Monaten im Schnitt um 12% zurück. „Von einem Einbruch dieser Größenordnung ist weder in Deutschland noch in einem der 18 Länder auszugehen, die wir in unserem Whitepaper zu den Auswirkungen von Covid-19 auf Europas Gebrauchtwagenmärte analysiert haben“, bestätigt Dr. Christof Engelskirchen, Chief Economist der Autovista Group.

Die detaillierten Prognosen zu 18 europäischen Ländern und Deutschland können über das Corona-Gateway auf der Autovista Group Webseite heruntergeladen werden. Eine Aufzeichnung des am 7. Juli von der Autovista Group durchgeführten Web Seminars zum gleichen Thema finden Sie hier.

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