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Segment-Entwicklung 07/2020 – SchwackeBlickpunkt: Großraum-Limousinen

Andreas Geilenbrügge | 13 Jul 2020

Über den Autor

Andreas Geilenbrügge

Head of Valuations & Insights

Seit November 2013 ist Andreas Geilenbrügge bei Schwacke. Zunächst als Key Account Manager für Hersteller und Importeure, seit 2016 verantwortlich für Insights und ab Mitte 2018 gesamtverantwortlich für den Bereich Restwerte & Insights. Vor Schwacke liegen 9 Jahre Erfahrung im Flottenvertrieb von Importeuren und ein abgeschlossenes Betriebswirtschaftsstudium.

Raumwunder auf Rädern – unterschiedliche Konzepte, aber immer außergewöhnlich variabel. Gebrauchtkäufer erwarten vor allem Platz und nochmal Platz, mit einer Portion PKW.  Zu welchen Tarifen, hat Schwacke ermittelt

Das Segment der Großraum-Limousinen, also der großen Familienvans, hat zwar über die Jahre an Bedeutung verloren, aber ein mittlerweile kleiner stabiler Kreis an Abnehmern findet immer noch Gefallen daran. Da wo es auf Platz und Vielseitigkeit ankommt, war abzusehen, dass aus Kostengründen Hersteller zunehmend dazu übergehen, die Kunden mit komfortabel ausgestatteten Derivaten ihrer mittelgroßen Transporterpalette zu bedienen. Die entscheidende Frage für potenzielle Kunden ist, wieviel Platz brauche ich und bin ich bereit, für mehr Platz auch mal Sitze ausbauen zu müssen, wenn ich sie nicht brauche.

Ford und Renault behalten mit S-MAX, Galaxy und Espace weiterhin die aktuellen PKW-Fahrzeugkonzepte im Portfolio. Die Zukunft der Ford-Modelle stand dabei angesichts der tiefgreifenden Umstrukturierungen im Konzern auf der Kippe. Zumindest für die aktuelle Generation ist aber die Entscheidung zum „Klassenerhalt“ in Michigan getroffen und es werden sogar Hybridversionen kommen. VW scheint mit dem nächste Sharan eher in Richtung eines Crossovers ähnlich dem S-MAX zu gehen und wird den Alhambra dann wohl mitziehen. Insgesamt sind alternative Antriebe rar und kommen zögerlich als Ableitung der Transporter-Elektrovarianten wie beispielsweise beim Opel Zafira-e, Citroën ë-Spacetourer oder Mercedes EQV zum Tragen. Die Mehrheit fährt aber immer noch selbstzündend.

In puncto Werterhalt stechen zwei Modelle besonders positiv heraus, die V-Klasse von Mercedes und VW Caravelle/Multivan. Beide bringen neben besonderer Größe und dem lokalen Markenbonus auch die Möglichkeit zu üppiger Komfort-Ausstattung mit. So gibt es von Beiden Versionen, die mit Sonderausstattung auch mal sechsstellig im Listenpreis werden können. Beim Rest des Feldes kann man hinsichtlich Wiederverkauf ebenfalls die Wirkung des jeweiligen Markenimages beobachten. Aber insgesamt bewegen sich alle relativ stabil um die 50%-Marke herum. Für die teils schon recht beachtlichen Lebenszyklen ein respektabler Wert.

Immer schwieriger dürfte es in den kommenden Jahren werden, in manche recht betagte Plattform modernere Elektronik und Infotainmentsysteme zu integrieren. Aber womöglich ist das den Besitzern und Käufern auch weniger wichtig. Wenn es um viel Platz und Komfort geht, gibt es keine wirkliche Alternative. Da können auch die SUVs nicht mithalten.

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