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Segment-Entwicklung 06/2021 – SchwackeBlickpunkt: Obere Mittelklasse

Andreas Geilenbrügge | 01 Jul 2021

Über den Autor

Andreas Geilenbrügge

Head of Valuations & Insights

Seit November 2013 ist Andreas Geilenbrügge bei Schwacke. Zunächst als Key Account Manager für Hersteller und Importeure, seit 2016 verantwortlich für Insights und ab Mitte 2018 gesamtverantwortlich für den Bereich Restwerte & Insights. Vor Schwacke liegen 9 Jahre Erfahrung im Flottenvertrieb von Importeuren und ein abgeschlossenes Betriebswirtschaftsstudium. Des Weiteren schreibt Andreas Geilenbrügge für Autovista24.

Parkende Autos auf einer Straße

Progressiv konservativ – Die obere Mittelklasse verkauft sich nach Dieselgate und Pandemie wieder besser. Zu welchen Tarifen, hat Schwacke ermittelt

 

Die Dieselkrise hat dem klassischen Aufsteiger- und gehobenem Dienstwagensegment mengenmäßig nicht so sehr zugesetzt, wie man es vermuten könnte. Der Selbstzünderanteil lag 2019 immer noch bei über 70% und hat erst 2020 durch die pandemiebedingte Innovationsprämie deutlich an die Plug-In Hybride verloren. Auch am Kombianteil hat sich 2014 nicht viel verändert und er bleibt mit 50-60% die wichtigste Karosserieform. Das macht es den immer wieder Anlauf nehmenden nicht-deutschen Wettbewerbern schwer, da Kombis außerhalb Deutschlands nicht den gleichen Stellenwert besitzen wie hierzulande. In der weltweiten Absatzbetrachtung und bei begrenzten Entwicklungsbudgets haben sich entsprechend Player wie Tesla, Lexus, Genesis oder DS Automobiles auf eine Stufenheckversion fokussiert. Wenn dann wie im Falle DS oder Lexus dazu noch der Diesel entfällt, reduziert sich das Marktpotenzial in Deutschland schnell mal auf unter 20% des Segmentes.

Wertseitig hat die deutsch dominierte Fahrzeugklasse in der Folge von Dieselgate Federn lassen müssen.  Nun scheint aber die Talsohle erreicht und seit 2020 zeigt sich sogar ein leichter Aufwärtstrend in den Gebrauchtwagenpreisen. Der prozentuale Restwert wird nur durch die überdurchschnittliche Listenpreisentwicklung der beobachteten Gebrauchtwagen von zuletzt 4% in einem halben Jahr mathematisch etwas gebremst. Aktuell liegen die Prognosewerte im Schnitt noch deutlich unter der 50% Marke, was nicht zuletzt dem Fehlen von neuen Modellreihen geschuldet ist. Wichtige Neuerscheinungen wie 5er BMW und E-Klasse stehen in 2023 an und im Falle des Mercedes dann sogar mit einer reinelektrischen Variante EQE und auch ein A6 e-tron dreht als Konzept bereits seine ersten Runden. Zeit also für die Flottenmanager, die Dienstwagenrichtlinien nach den Plug-In Hybriden nun auch für Elektrofahrzeuge vorzubereiten!

Schwacke Blickpunkt Obere Mittelklasse

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