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SchwackeBlickpunkt bei Autohaus: Seat

Andreas Geilenbrügge | 12 Jul 2021

Über den Autor

Andreas Geilenbrügge

Head of Valuations & Insights

Seit November 2013 ist Andreas Geilenbrügge bei Schwacke. Zunächst als Key Account Manager für Hersteller und Importeure, seit 2016 verantwortlich für Insights und ab Mitte 2018 gesamtverantwortlich für den Bereich Restwerte & Insights. Vor Schwacke liegen 9 Jahre Erfahrung im Flottenvertrieb von Importeuren und ein abgeschlossenes Betriebswirtschaftsstudium. Des Weiteren schreibt Andreas Geilenbrügge für Autovista24.

Seat bei SchwackeBlinkpunkt Autohaus 13/2021

Juni 2021: Wie begehrt sind gebrauchte Seat-Modelle?

Seat ist sicher die jüngste und emotionalste Volumenmarke im Kanon der Volkswagen-Gruppe. So kommt es, dass sich in deren Portfolio auch so urbane Konzepte wie der Elektro-Zweisitzer Minimó oder der E-Roller Mó finden. Bei den elektrischen MEB-Plattform-Modellen des Konzerns mussten die Spanier allerdings die jetzt nur noch Born genannte ID.3-Variante an die Schwestermarke Cupra abtreten. So könnte es passieren, dass abgesehen von der Notlösung Mii electric erst 2025 der erste neue vollelektrische Seat auf der mit ID.1 und 2 gemeinsamen Basis MEB entry auf den Markt kommt. Bis dahin bleibt Seats Stärke, dynamische Verbrenner und Plug-in-Hybride mit mediterranem Flair an die Frau und den Mann zu bringen. Wer dabei glaubt, heutzutage führe kein Weg an SUV vorbei, der irrt im Falle der Katalanen.

Knapp mehr als die Hälfte der Neuzulassungen entfallen auf andere Bauformen, allen voran den Kompakten Leon. Ihn lassen die Deutschen sogar fast doppelt so oft zu wie einen Ateca. Und selbst den Familien-Van Alhambra können Händler noch als Neuwagen anbieten. Aber auch hier ist der Trend nicht aufzuhalten und der Anteil der Geländewagendarsteller ist von sieben Prozent 2016 mit dem großen Tarraco auf zuletzt über 48 Prozent rapide angewachsen. Mit diesem Schub hat es der Importeur in Weiterstadt in der Zulassungsstatistik bis knapp vor Hyundai geschafft. Und hält sich dort wacker, auch ohne eine breite prämiengeförderte Elektroflotte wie die der Koreaner.

Zudem zeichnet sich die Marke mit vergleichsweise vorteilhafter Zurückhaltung beim Volumendruck in Vertriebskanäle aus, die eher restwertschädlich sind. Das und eine ebenso moderate Listenpreisstrategie halten fast durchgängig die Prognosewerte oberhalb von 50 Prozent. Lediglich der Ibiza strauchelt ein wenig. Wohl weil zunehmend Kunden – trotz höherem Neu- und Gebrauchtwagenkaufpreis – eher zum fast gleich jungen SUV Arona neigen.

„Die Diskussionen um Zukunft und Positionierung tun der Marke sicher nicht gut. Am Gebrauchtwagenmarkt zeigt sich Seat aber durchweg solide und gesund.“

Thorsten Barg, Schwacke Geschäftsführer

In der aktuellen Print-Ausgabe der Zeitschrift AUTOHAUS 13/2021 wurden die Restwerte einiger Seat-Modelle unter die Lupe genommen:

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